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Spandex vom 13.08.09

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geschrieben von Sapphire
übersetzt von Flowergnome

Man sagt 'Du kannst nie wieder nach Hause zurück...'

Auch wenn wir Superhelden sind und vielleicht zu Orten weit von unserer Heimat entfernt reisen und uns weit von unserer bescheidenen oder auch nicht so bescheidenen Herkunft entfernt haben... werden wir doch nie ganz hinter uns lassen können, wo wir herkommen.

Einige von uns werden von ihrer Vergangenheit verfolgt, andere ziehen Stärke aus ihr.

Letze Woche bat mich Dr. Silverback, ihm bei einigen Experimenten behilflich zu sein, indem ich die Qularr-Technologie auf Monster Island meinen Energiekräften aussetze. Natürlich sagte ich, das ich sehr erfreut sei, und Ironclad stimmte zu, uns im V-Jet hinzufliegen.

Also, ich war noch nie auf Monster Island. Nur damit ihr versteht, wie aufgeregt ich war, stellt euch Monster Island als die Superhelden-Version von Hawaii vor. Es gibt dort Vulkane! Und Pina Colada, und knackige Privatdiener (zugegeben, es sind Tiermenschen und deshalb ein wenig ungewöhnlich, aber immerhin - knackige Privatdiener!). Es gibt schwüle Urwälder, durch die man wandern kann, eine bezaubernde Tierwelt und gefährliche Dinosaurier! Es ist einfach göttlich!

Was mich aber überraschte, war, wie still Dr. Silverback während des Fluges war. Gut, er ist keine Plausertasche so wie ich. Aber normalerweise unterhält er sich schon. Er war so schweigsam, neben ihm erschien selbst Ironclad geschwätzig! Er starrte nur zum Fenster hinaus und lächelte dann und wann, wenn ich etwas sagte.

"Was ist los mit ihm?" flüsterte ich Ironclad zu.

"Er ist immer schweigsam, wenn ich ihn nach Monster Island fliege," antwortete Ironclad. "Es ist seine Heimat. Er verbindet damit düstere Erinnerungen genau wie gute. Er diente dort Dr. Moreau und hat viel Leid verursacht. Auch hat er sich dort gegen Moreau gewandt und die anderen Tiermenschen befreit."

Ich nickte. Jeder kannte die Geschichte.

"So eine Vergangenheit wird Spuren an dir hinterlassen."

Ich schätze, das hätte offensichtlich sein sollen. Aber ich hatte so noch nie darüber nachgedacht. Für mich war Dr. Silverback immer dieser unglaublich intelligente, bezaubernde Wissenschaftler. Er war schon ein Superheld, noch bevor ich geboren wurde. Tatsächlich ist er ein Teil meiner Vorstellung davon, was einen Superhelden ausmacht. Er arbeitet unglaublich hart, immer der Hilfe der Menschen gewidmet. Und er ist witzig und interessant. Seine Interviews sind großartig und er vermittelt den Menschen ein positives Gefühl von Superhelden. Ich hatte nie darüber nachgedacht, wie seine Vergangenheit ihn verfolgen könnte.

Aber das tut sie. In meinen Augen, und wahrscheinlich den Augen der restlichen Welt, hat er seine Zeit mit Moreau mehr als wieder gut gemacht. Er hat so viele Leben direkt gerettet, und so viele Tausend - oder Millionen - mehr mit seinen Erfindungen und der Hilfe, die er anderen Superhelden gibt. Aber als ich ihn auf dr Insel sah, als ich sah, wie er so sanft mit den noch auf der Insel lebenden Tiermenschen umging und ihnen zuhörte, egal was sonst noch gerade um ihn herum geschah, wurde mir bewusst, dass er sich selbst noch lange nicht für jene Zeit vergeben hat. Er fühlt sich immer noch verantwortlich für die anderen Tiermenschen. Im wahrsten Sinne des Worten will er, denke ich, den Rest der Welt zu einem sicheren Ort machen, zu dem die Tiermenschen dann gehören könnten.

Das brachte mich dazu, über meine eigene Herkunft nachzudenken. Ich wuchs in LA. auf, ein kleines Stück außerhalb von Figueroa. Ich weiss nicht, ob ihr die Gegend kennt, aber Glamour und Glanz werdet ihr da nicht finden. Das Leben dort besteht aus harter Arbeit, aus dem Versuch, über die Runden zu kommen, aus Streit mit deinen Schwestern, aus Schufterei in einer heißen Küche mit deiner Mutter wenn du lieber draußen wärst. Im Park rumklettern auf einem rostigen, alten Klettergerüst von Briefmarkengröße, sich die Knie aufschlagen, deinem kleinen Brudern vorsingen, damit er endlich einschläft. Und deinen Eltern zusehen, wie sie von morgens bis abends schuften, damit du was zu essen und ein Dach über'm Kopf hast. Vielleicht sehe ich nicht genau, wie meine Vergangenheit mich zu der gemacht hat, die ich bin, aber ich bin ziemlich sicher, dass sich mich geformt hat. Ich denke an meine Karriere als Sängerin, daran, wie hart ich als Superheldin arbeite, an meine Freundschaft mit Mayte und Witchcraft, und ich erkenne, wie all diese Dinge sich aus meiner Kindheit heraus entwickelt haben. Ich möchte andere Kinder beschützen, wie mich. Ich ziehe Stärke aus meinen Erinnerungen und nutze diese Stärke, um nicht aufzugeben.

Dann ist da Ironclad, dessen Vergangenheit ich nicht genau kenne. Aber ich weiss, dass er eine Menge durchgemacht hat, und dass er eine der ehrenhaftesten Personen ist, die ich kenne. Redet man mit ihm, merkt man, dass er viele schwere Kämpfe hinter sich hat und viel verloren hat. Ein Superheld zu sein ist Teil seiner Persönlichkeit. Er kämpft, um andere zu beschützen, und um zu verhindern, dass sie so verletzt werden wie er es wurde.

Wir alle haben unsere Vergangenheit. Wir alle haben Dinge, die uns etwas bedeuten, die wichtig sind, und die uns dazu bringen, Superhelden zu sein. Wir können unserer Vergangenheit nie ganz entkommen, aber vielleicht ist das ja sogar gut so.





Quelle:
Champions Online


Kategorie: Spandex in the City

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